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Kader

Dritte Auflage von „Coaching NRW“ am 15.03.26 in Krefeld

14.04.2026

Vor einem Jahr startete das Programm „Coaching NRW“ mit dem Ziel, unsere Coaches auf sportpsychologischer und trainingsmethodischer Ebene in den Themen Coaching, Briefing und Wettkampfbegleitung weiterzubilden. Berthold Ulrich als Sportdirektor und Landescoach hat dieses Modell in Zusammenarbeit mit Jan Mensing, als Vizepräsident Inneres auch zuständig für den Bereich Leistungssportförderung und Henry Jürgens als B Trainer und Vorsitzender des DPV Ausschusses für Training und sportliche Qualifizierung, ins Leben gerufen. Ein Teil des Konzepts liegt darin, dass zu jedem Termin auch Fachleute zu besonderen Themen referieren. So konnten wir bereits mit Michael Weise einen B Trainer großem Wissen im Bereich Mentaltraining gewinnen, Melle Dyrla und Andreas Thon referierten zur Prävention sexualisierter und interpersoneller Gewalt, Diplom-Sportlehrer und C Trainer Oliver Beck brachte der Gruppe das bilaterale Training näher und B Trainer Dieter Ribbrock stellte digitale Tools zur Videoanalyse vor. Die Workshops werden mit jeweils 8 LE vom DPV für die Trainer*innen Aus- und Weiterbildung anerkannt.

Der Gewinn des Länderpokals war vielleicht, neben den großartigen Leistungen der Spieler*innen, ein erstes positives Resultat unserer Coaching-Reihe.

Um 9.30 trafen sich 12 Coaches und Trainer*innen, die sich bereits im Bereich der NRW Kader engagieren, oder perspektivisch hier Aufgaben übernehmen werden. Thema des Tagesworkshops war die mentale Dimension des Coachings.

Zunächst wurde über Grundlagen aus der Sportpsychologie der Zusammenhang zwischen der psychischen Stabilität von Spieler*innen und der von ihnen gezeigten Leistungen hergestellt. Der schmale Grad zwischen dem mentalen „Teufelskreis“ und der mentalen „Glücksspirale“ wurde anhand von Beispielen dargestellt. Weiter ging es mit der konkreten Arbeit eines Coachs beispielsweise beim Länderpokal. Wie interveniert ein Coach, wie stark greift ein Coach in das Spiel ein? Welche Werkzeuge hat ein Coach, taktisch das Spiel des Teams zu steuern und wie wichtig ist die Arbeit eines Coaches auf der Meta-Ebene einzuordnen?

Innerhalb dieses Formats ist es sehr wichtig, dass es zu einem intensiven Austausch aller Beteiligten kommt. So wurde an diesem Sonntag herausgestellt, dass wir in NRW eine einheitliche Coaching-Kultur im Kaderbereich anstreben, die innerhalb der Coaching NRW Gruppe erarbeitet und eingeübt wird.

Am Nachmittag stellte B-Lizenz Trainer Dieter Ribbrock das von ihm im Rahmen seiner B Trainer-Ausbildung entwickelte „Sehen und verstehen mit digitalen Tools“ Programm vor. Hier wird über eine Videoanalyse die Wurfbewegung komplett biomechanisch und physikalisch analysiert. Dieses Tool kann perspektivisch in der Weiterbildung der Kaderspieler*innen wichige Impulse schaffen.

Für das nächste Coaching NRW Treffen am 17.10.26 werden im Vorfeld Kaderspieler*innen befragt, welche Unterstützung sie sich durch ein Coaching erhoffen. Die Erkenntnisse werden dann mit Fachwissen aus anderen Sportarten abgeglichen und zur Entwicklung der Coaching NRW Kultur genutzt.

Wir hoffen, dass das Modell „Coaching NRW“ sich entwickelt und dazu beiträgt, die Arbeitsprozesse im Kaderbereich weiter zu professionalisieren, um mittelfristig noch erfolgreichere Athlet*innen zu entwickeln.

Jan Mensing
Vizepräsident Inneres BPV NRW

 

 

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